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Magazin für Klassik in Leipzig

Leipziger Streichquartett

Das Leipziger Streichquartett (Andreas Seidel - Violine I, Tilman Büning - Violine II, Ivo Bauer - Viola, Matthias Moosdorf - Violoncello) gilt mittlerweile als das führende deutsche Quartett und zählt auch international zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Ensembles unserer Zeit.

1988 gegründet, waren drei seiner Mitglieder als Stimmführer im weltbekannten Gewandhausorchester tätig, bis sie 1993 auf eigenen Wunsch ausschieden, um sich ausschließlich der Kammermusik zu widmen. Viele Preise und Auszeichnungen hat das Leipziger Streichquartett bisher erhalten: 1991 gewann es den renommierten Internationalen ARD-Wettbewerb in München und den Preis der Gebrüder-Busch-Gesellschaft, 1992 wurde es mit dem Förderpreis des Siemens-Musikpreises ausgezeichnet, außerdem erhielt es Stipendien des Amadeus Scholarship Fund und der Stiftung Kulturfonds. Seine rege Konzerttätigkeit führte das Leipziger Streichquartett zu den namhaftesten Konzertveranstaltern und Festivals in über 40 Ländern auf allen Kontinenten. 2002 war das Ensemble "in residence" am Auditorio Nacional in Madrid. Mehr als 60 CDs hat das Leipziger Streichquartett mittlerweile eingespielt - darunter Gesamtaufnahmen der Werke von Mendelssohn, Mozart, Brahms, Ives, Weill, Dessau, Adorno, Eisler, Kaminski, Berg, Schönberg und Webern. Jubelnde Kritiken und zahlreiche Auszeichnungen wie der "Preis der Deutschen Schallplattenkritik", der "Diapason d´Or", "Premios CD-Compact", zwei Nominierungen für den "Cannes Classical Award", die "Echo" - Preise 1999, 2000 und 2003, die amerikanischen Indie-Awards 1999 und 2000 belegen deren hohe Qualität. Die neun Discs umfassende, erstmalig vollständige Aufnahme aller Quartette von Franz Schubert galt unter Experten außerdem als die bedeutendste Edition zum Schubert-Jahr 1997. Seit einigen Jahren ist das Quartett exklusiv mit der Musikproduktion Dabringhaus und Grimm verbunden. Am Gewandhaus in Leipzig führte das Leipziger Streichquartett von 1993 bis 2000 zyklisch alle wichtigen Quartette der ersten und zweiten Wiener Schule auf. Als festes Mitglied des Leipziger "Ensemble Avantgarde" engagiert sich das Quartett zudem auch für zeitgenössische Musik und Werke der klassischen Moderne. Mit dieser Gruppe gründeten sie vor zehn Jahren die Reihe "musica nova" am Leipziger Gewandhaus (1993 dafür Schneider-Schott-Preis der Stadt Mainz). Zu den weiteren Höhepunkten im Bereich Neue Musik zählte auch die deutsche Erstaufführung von Alfred Schnittkes "Zu dritt" für Streichtrio und Orchester 1996, außerdem Uraufführungen von Beat Furrer, Wolfgang Rihm, Steffen Schleiermacher, Viktor Ullmann, Jörg Widman, Ulrich Leyendecker, Bernd Franke u.a.. Musikalische Partner des Ensembles wie der Klarinettist Karl Leister, der Cellist Michael Sanderling, die Pianisten Alfred Brendel und Christian Zacharias, die Sopranistin Christiane Oelze, der Bariton Olaf Bär oder der "King of Klezmer", Giora Feidman, bereichern neben vielen anderen das weite Repertoire des Leipziger Streichquartetts, das heute schon mehr als 270 Werke von 70 Komponisten umfasst.
Strasse: Gerichtsweg 28   Telefon:
PLZ, Ort: 04103 Leipzig   Telefax:
Homepage: http://www.leipzigquartet.com
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