31. Leipziger Jazztage
Schwerpunkt: Jazz aus Südafrika (Focus: South Africa)
Im Jahr 2007 wollen die Leipziger Jazztage mit der Präsentation von Musikerinnen und Musikern aus Südafrika einen Schwerpunkt von überregionaler Bedeutung setzen. Nachdem die thematischen Akzentsetzungen – vor zwei Jahren „Jazz aus Polen“ und im vergangenen Jahr Jazz aus der arabischen Welt – deutschlandweite Beachtung und Anerkennung gefunden haben, wird es nun darum gehen, ein differenzierteres Bild einer bei uns relativ unbekannten Jazzszene Südafrikas und ihrer Einbindung in die dortige Kulturlandschaft zu vermitteln. Dabei will das Festival in gewohnter Weise ein internationales Spektrum des zeitgenössischen Jazz aufzeigen und innerhalb des Programms die Aufmerksamkeit auf südafrikanische Künstler/Künstlerinnen fokussieren.
Inhaltliche Prämissen
1. Vorstellung von herausragenden südafrikanischen Ensembles, die bisher noch nicht in Deutschland zu hören waren. Die Auswahl konzentriert sich auf Musikerinnen/Musiker, die eine eigene Klangsprache entwickeln, sich also von der Kopie amerikanischer Vorbilder ebenso absetzen wie von gängigen Folkloreklischees
2. Präsentation von zwei europäisch-südafrikanischen Projekten – eine niederländisch/südafrikanische und eine französisch/südafrikanische Gruppe
3. Aufführung des multimedialen Programms „Lighting Up!“ mit einer großen Besetzung der französischen Musikerkooperative ARFI mit der südafrikanischen Band „Heavy Spirits“ und Projektionen des international renommierten Photographen Jürgen Schadeberg, der die Lebensumstände unter der Apartheid dokumentiert hat
4. Einbindung eines Solokonzertes des Pianisten Abdullah Ibrahim/Dollar Brand, der gleichsam als Vaterfigur und Integrationspersönlichkeit zu sehen ist
Präsentationsformen
Es ist geplant
1. in jedem der drei Hauptkonzerte im Schauspielhaus
2. zum Eröffnungsabend in der Moritzbastei
3. in den das Hauptprogramm begleitenden Veranstaltungen (naTo, Schauspielhaus, Reformierte Kirche)
Musikerinnen/Musiker aus Südafrika in stilistischer Vielfalt bei Akzentuierung zeitgenössischen und originären Ausdrucks zu präsentieren
Ergänzende Veranstaltungen
1. Ein Roundtable mit kulturpolitisch aktiven Vertreten aus Südafrika – u.a. mit Alan Webster (National School und National Youth Jazz Festival, East London, Südafrika), Don Albert (Publizist, Johannisburg) über die gegenwärtige Situation des Jazz in Südafrika sowie Probleme und Chancen des Demokratisierungsprozesses
2. Filmveranstaltung(en) – folgende Filme wurden in Erwägung gezogen:
„A Struggle For Love“ – Dokumentation über das Leben von Abdullah Ibrahim von Cico Cappellari
„Sophiatown“ Dokumentation über Jazz und Apartheid in Südafrika von Pascal Lamche
„Gobal Image“ Blue Notes and Exiled Vocies“ Film über südafrikanische Musiker im Exil von Imru Bakari
Dokumentation
Zum Festival geplant ist die Veröffentlichung eines umfangreichen, dokumentierenden Programmheftes mit Beiträgen zu den auftretenden Musikerinnen/Musikern und Gruppen sowie themenübergreifenden Essays zum Jazz und Kulturleben in Südafrika
Medien-Resonanz/Verbreitung
Fortsetzung der bewährten Medienpartnerschaft mit Deutschlandradio Kultur und dem MDR – Berichte im Vorfeld, Aufzeichnung und Ausstrahlung der Konzerte, auch im Verbund der ARD-Anstalten. Gezielte, auch überregionale/deutschlandweite PR-Arbeit, um Printmedien, Rundfunk und Fernsehen für das Festivalthema „Jazz aus Südafrika“ zu interessieren
Partner
Im Vorfeld wird ein Netzwerk von Verbindungen zu Institutionen aus Südafrika bzw. solchen, die mit Südafrika kooperieren, aufgebaut, um auf der Grundlage die Auswahlprozesse auf Grundlage einer Informationsdichte und qualifizierter Empfehlungen gestakten zu können.
Um dieses Festival-Projekt in seiner Gesamtstruktur realisieren zu können, streben wir die Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen und deren Unterstützung an: Stadt Leipzig – Kulturamt / Bundeszentrale für politische Bildung / Kulturstifung des Bundes / Kulturstiftung des Freistaates Sachsen / National Arts and National Youth Festival, Südafrika / ARFI/Association á la Recherche d’un Folklore Imaginaire, Lyon / Dutch Jazz Connection, Amsterdam / Le Bureau Export de la Musique Française, Berlin
Dr. Bert Noglik
Künstlerischer Leiter
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