Gohliser Schlösschen
Das Gohliser Schlösschen wurde 1755/1756 von dem Leipziger Ratsbaumeister J. C. Richter als Sommerpalais erbaut auf zwei seiner Frau gehörenden benachbarten Bauerngütern im damaligen Dorf Gohlis. Die Entwürfe dafür stammen von F. Seltendorff. Durch den Siebenjährigen Krieg und die Besetzung Leipzigs durch preussische Truppen wurde die Fertigstellung des Innenausbaus verhindert. Dieser wird erst durch den Leipziger Universitätsprofessor Johann Gottlob Böhme, der die Witwe des 1770 verstorbenen Bauherren geheiratet hatte, vollendet.
Besonders erwähnenswert ist das Deckengemälde "Der Lebensweg der Psyche", welches bereits 1779 in der Kunstliteratur ausführlich erwähnt wird.
1793 gelangt das Gohliser Schlösschen nach dem Tod der Witwe des Bauherrn durch deren Testament in den Besitz der Stadt Leipzig, mit der Verpflichtung, für Erhalt und Verschönerung Sorge zu tragen.
1832 verkauft der Rat der Stadt Leipzig das Gohliser Schlösschen an die Familie des Halberstädter Domherrn Karl Wilhelm Rudolf von Alvensleben für 17.150 Taler. 1864 widerum geht der Besitz an den Leipziger Kaufmann Christoph Georg Conrad Nitzsche. Er lässt an der Gartenfassade einen gusseisernen Balkon anbringen und von Hermann Wilhelm Cellarius die Dekoration im Festsaaö übermalen. Im Jahre 1900 veranlasst Carl Georg Nitzsche eine grundlegende Renovierung und rettet damit das Gohliser Schlösschen vor dem empfohlenen Abriss. 1906 erwirbt die Stadt Leipzig das Schloss zurück. In den Jahren 1934-1935 wird das Schloss umfassend saniert und als "Haus der Kultur" für die Öffentlichkeit zugänglich.
Auch das Gohliser Schlösschen wird im 2. Weltkrieg vor allem durch Brandbomben beschädigt. Von 1950-1985 werden Bereiche des Gohliser schlößchens durch das Bacharchiv genutzt.
1991 gründet sich der Freundeskreis "Gohliser Schlösschen" e.V. Dieser engagiert sich für die Sanierung des Bauwerkes, und auch die Stadt Leipzig bekennt sich dazu. Am 28. Oktober 1998 wird das Gohliser Schlösschen mit einem Festakt nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.
Seit Januar 2005 wird das Schlösschen durch den Freundeskreis betrieben.
Das Gohliser Schlösschen wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt, kann aber auch für besondere Anlässe gemietet werden.
Musikalienhandlung M. Oelsner
Schillerstraße 5, 04109 Leipzig, Telefon: 0341 – 96 05 200
Ticket-Service beim Leipzig Tourist Service e.V.
Richard-Wagner-Straße 1, 04109 Leipzig, Telefon: 0341 – 71 04 285
Kartenreservierungen (außer Oper im Schlösschen und Sommertheater):
Telefon:0341 – 58 96 90
Die reservierten Karten können an der Konzertkasse ein halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.
Anfahrt:
Sie erreichen uns mit den Straßenbahnlinien 4 (Menckestr.) und 12 (Fritz-Seger-Str.).
Führungen (auch für Gruppen) außerhalb der Öffnungszeiten (ab 10 Personen):
Anmeldung unter (03 41) 58 96 90. Eintritt: 3,00 Euro pro Person + 20,00 Euro Führungsgebühr.
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