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Magazin für Klassik in Leipzig

Westphalsches Haus

Kulturelle Veranstaltungen:
Klassische Konzerte auf hohem künstlerischem Niveau bilden den Schwerpunkt der Angebote. Regelmäßige Vortragsreihen befassen sich mit kulturhistorischen, erdgeschichtlichen und archäologischen Themen. Insbesondere während der Leipziger Buchmesse, aber auch über das Jahr verteilt finden ausgewählte Lesungen statt.

Kunstausstellungen:
Im Intervall von sechs bis acht Wochen schmücken Malereien, Drucke oder Fotografien und Skulpturen die Veranstaltungsräume und gelegentlich auch die Gartenanlage der Villa und bieten sich dem Kreis der Besucher dar.

Heimatkunde:
Das Westphalsche Haus ist der Ort für die heimatkundlichen Sammlungen. Hier sind Fundstücke von historischem Wert ausgestellt. Jegliche Zeitdokumente, wie Kartensammlungen, Fotografien, Grafiken, Zeichnungen sowie Berichte und Chroniken werden aufgearbeitet, systematisiert und bewahrt.

Geschichte:
Das Westphalsche Haus war Heimstatt von Franz Bruno Carl Westphal (1876 - 1942), mitteldeutscher Geschäftsführer der Firma Krupp aus Essen und Hauptaktionär sowie Aufsichtsratsmitglied der Thüringer Gaswerke AG. Der Hausherr hatte sich daneben noch in die Aktienmajorität von Unruh und Liebig, sowie der Kulkwitzer Elektrizitätswerke eingekauft. Er war verheiratet mit Johanna Jung (1885 - 1960) und wohnte mit ihr zunächst als Mieter in der Leipziger Kaiser-Wilhelm-Straße, der heutigen August-Bebel-Straße. Daneben besaßen die Westphals ein Gartenhäuschen im Raschwitzer Wolfswinkel. Wohl in Essen machte Westphal die Bekanntschaft des namhaften Architekten Paul Schultze-Naumburg, der für Krupp ein Haus auf dem Gelände der Villa Hügel plante. Daraufhin realisierte der Gründer des Deutschen Werkbundes 1925 zusammen mit dem Leipziger Büro Zweck und Voigt, den Erbauern des Grassimuseums, die dreiflügelige Villa mit Garagentrakt und einer Wohnung für die Familie des Fahrers, der auf Wunsch von Westphals Gattin auch Gärtner sein musste. Durch Landzukäufe vom Besitzer des Raschwitzer Herrenhauses, Lampe-Vischer entstand auf etwa 12.000 Quadratmetern hinter der Villa ein parkartiger Garten.
Die gesamte Innenausstattung des Hauses wie Lamperien, Türen und Wandschränke, die Holzpaneele in der Bibliothek, sowie Decken- und Wandleuchter sind in handwerklich höchster Qualität ausgeführte Erzeugnisse nach Entwürfen der von Schultze-Naumburg gegründeten „Saalecker Werkstätten“. Diese Arbeitsstätte verband die verschiedenen Elemente Architektur, Landschaftsgestaltung und Inneneinrichtungen, kaufmännisch wie künstlerisch in Planung und Ausführung.
Nach dem Krieg wurde das Haus zunächst von den Amerikanern, dann von der Roten Armee als Offiziersunterkunft genutzt. Im Gegensatz zu den Amerikanern, die Frau Westphal auf die Straße setzten, gaben ihr die sowjetischen Besatzer wieder einen Teil des Hauses als Wohnung. Frau Westphal übersiedelte 1952 nach Essen und das Haus fiel der Stadt zu und wurde für kommunale Zwecke verwendet. Nach dem Beitritt Sachsens zur Bundesrepublik Deutschland wurde das Haus den Erben zurückgeführt, die Stadt Markkleeberg kaufte das Gebäude im Jahr 1993.
Nach der Sanierung im Jahr 2007 erstrahlt nun das Erdgeschoss des Hauses in neuem Glanz und bietet einen angemessenen Rahmen für künftige Kulturerlebnisse.

Verkehrsanbindung:
Pkw: B2 aus Leipzig: Ausfahrt Markkleeberg- West (Goethesteig) nach rechts, erstes Haus links Parkmöglichkeit in der Pleißenstraße
Straßenbahn: Linie 9 (LVB), verkehrt zwischen Leipzig-Thekla und Markkleeberg-West; Haltestelle: Forsthaus Raschwitz
Bus: Linie 107 (RVL), verkehrt zwischen Leipzig-Connewitz und Zwenkau; Haltestelle: Forsthaus Raschwitz

Kontakt:
Dölitzer Straße 12
04416 Markkleeberg
Ansprechpartnerin: Gisa Trost
Telefon: 0341 3911117
Fax: 0341 3533248
e-Mail: westphalsches.haus@gmx.de

Öffnungszeiten:
Di & Do: 10.00 – 17.00 Uhr
Mi: 10.00 – 16.00 Uhr
(Darüber hinaus Führungen und Vorträge zur Geschichte des Hauses nach vorheriger Vereinbarung)
Kontaktperson: Gisa Trost
Strasse: Dölitzer Straße 12   Telefon: 0341/3911117
PLZ, Ort: 04416 Markkleeberg   Telefax: 0341/3533248
Homepage: http://www.markkleeberg.de
E-Mail: westphalsches.haus@gmx.de
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